Re: Direktreduktion...also eher Elektolyse...bin gespannt


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Geschrieben von Werner am 23. Februar 2024 16:18:14:

Als Antwort auf: Direktreduktion...also eher Elektolyse...bin gespannt geschrieben von ray am 23. Februar 2024 15:43:30:

Moin Ray,

der Möglichkeiten gibt es viele. Und schon immer hat der Mensch Phantasie gehabt, etwas zu entwicklen. Ich glaube gar nicht mal, dass immer das Ziel war, Not zu lindern, sondern oft auch einfach der Spieltrieb zu Entwicklungen geführt hat, die wir uns heute gar nicht wegdenken mögen.

Haben wir das verdient ? Definitiv ja ! Wir sind sicherlich nicht die Krone der Schöpfung, aber doch ein Teil davon. Das Universum bleibt eh von unseren Taten unbedeindruckt - zumindest im Moment noch joker

"Wenn der Mensch nicht mehr ist, hat sich nichts erreignet" (Nitzsche)


Von Eisenelektrolyse habe ich auch noch nie was gehört - jecke Sache !

Die Vöst in Österreich will mit Wasserstoff reduzieren. Das geht ganz gut, bei anderen Reduktionsverfahren in der Chemie ist die hohe Aktivierungstemperatur des Wasserstoffes ein Problem, aber bei 1500 °C+ macht der Wasserstoff sofort mit.

Allerdings fängt dort schon allmählich das Gleichgewicht Wasser zu Wasserstoff/Sauerstoff an. Zu hoch darf man also nicht gehen, sonst wird es wieder schlechter. Der Wasserdampf muß ständig weggeführt werden, was auch wieder Energie kostet. Es war in Leoben superinteressant, die Experimente in der Versuchsabteilung zu verfolgen. Da werden Doktorarbeiten geschrieben. Der Standort ist mit der Montanhochschule in Leoben gut vernetzt, sehr gut sogar, fast schon österreichisch gut - wenn ich mir diese kleine Bemerkung erlauben darf.

Hat man alles reduziert, muß man aber auch den Wasserstoff wieder loswerden. Es ist bekannt, dass der nicht im Stahl drin bleiben darf. Wenn man also liest "Stahlwerke auf Wasserstoff umstellen", liest man zuerst, dass es soviel Wasserstoff nicht gibt, schon gar nicht grünen. Aber das ist nicht alles, die Stahlkocher müssen auch mit Wasserstoff noch eine Menge machen, bis das zuverlässig klappt. Und letztlich brauchen wir ja auch Stahlsorten mit Kohlenstoff. Mit Reineisen ist bautechnisch nicht viel zu machen.

Gruß

Werner

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