Und ob ich diesen Laden kenne . . .


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Geschrieben von Werner am 15. September 2026 14:11:29:

Als Antwort auf: Falls du diese Firma noch nicht kennst. geschrieben von facet björn am 15. September 2026 13:47:22:

Ich muß an mich halten, um nicht die Nettikette zu verletzen.

Also gut: in vielen Fällen kommt man an IGUS nicht vorbei. Ich habe vor Jahrenden für einen Kunden eine Konstruktion gemacht, die fast nur aus IGUS-Teilen bestand. Sehr genaue Teile, sehr gute CAD-Bibliothek, ein paar Kugellager brauchte ich aber aus Stahl von SKF und Co.

Die Firma sitzt hier schräg gebenüber vom Rhein. Ich war auch schon dort, aber die Methoden, wie die ihre Produkte versuchen, an den Mann zu bringen, billige ich nicht.

Das geht so: Konstrukteure gesucht ! Dann kommen Beschreibungen, was die alles können sollen und dann bewerben sich die Leute - so auch ich. Ok, dass Stellengesuche zu Firmenwerbung mißbraucht werden, das kennt man ja. Man hört dann nichts mehr davon. Aber die laden einen ein, und fragen einen aus, so daß man glaubt, sie interessieren sich für den Mann. Tun sie aber nicht, die wollen nur wissen in welchem Segment wer war arbeitet und möchten gerne, dass die "gesuchten" Konstrukteure ihre Produkte anwenden. Ich geb zu, ich bin drauf reingefallen.

Schwierig ist, wenn man von IGUS ein einzelnes Bauteil haben will. Mit etwas Glück schenken die einem eine Probe, aber im Prinzip fertigen die natürlich auf Serie und denken in k-Stück. Händer für die Produkte gibt es, aber wenn man dort aus dem sehr umfangreichen Sortiment ein bestimmtes Ding haben will, ist das häufig nicht gleich verfügbar, man muß warten und versucht dann, auf andere Sachen auszuweichen.

Aber dennoch, die Produkte sind richtig gut und es macht Spaß, die Teile so legeomäßig am CAD aneinander zu setzen und hinterher zu sehen, dass das in echt genauso klappt. Für den Kunststoff sind echte Festigkeitswerte verfügbar und man kann mit den Sachen schon sehr gut arbeiten.

Ich hatte in einem Bauteil im CAD eine kleine Fehlstelle gefunden und bei meinem Gespräch mit denen das auch gesagt, das haben die sofort aufgenommen und auch beseitigt.

Für mich als Bastler kommt eher der 3D-Drucker in Frage und ein bißchen handwerkeln. Die Gleitlagerscheiben, die ich gemacht habe, sind eher ein Gag, als notwendig. Es ist aber von Vorteil, dass die Dinger nicht so leicht gehen, dass sie durch Vibrationen etc. sich selbst verstellen. Insofern bin ich ganz froh, dass mir eine definierte Schwergängigkeit gelunden ist, die mit Alu auf Alu nicht gegangen wäre.

Ich wußte das früher nicht, wie gerne Aluminium festfrisst. Als ich dann meinen Doppeldecker gebaut habe, muß ich das schmerzlich erkennen. Dort wurden an beiden Enden in die Flügelrohre noch kurze, kleinere Rohrstücke als Verlängerung eingesteckt. Die Handesllänge der Rohre betrug 6m, wie üblich, aber die Spannweite von dem Kastendrachen ist 7,60 m. Also kamen in dem Bereich, wo der Flügel schon dünner wird, ein kleineres Rohr hinein. Und dies ist mir bei den ersten Versuch festgefressen. Das war ein großes Theater, bis ich das alles wieder raus und neu gemacht hatte. Seitdem bin ich da vorsichtig.

Gruß

Werner

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