Die Zeit ist das Problem


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Geschrieben von Golf-Pöler am 27. Januar 2012 11:00:01:

Als Antwort auf: OT Güter auf die Bahn? geschrieben von Uwe FDS am 27. Januar 2012 07:57:17:

Hi Uwe,

tja, so sind die Realitäten. Bahn lohnt sich nur für riesige Industriezweige die dementsprechende Mengen benötigen um einen Zug vollzubekommen. Chemie-, Auto- & Stahlindustrie z.B. bzw. Seecontainersammelverkehr zum Hafen.
Dummerweise stellen diese Unternehmen nicht die größte Wirtschaftskraft da, sondern Klein- und mittelständische Unternehmen. Die haben keine großen Läger und bestellen keine großen Mengen (relativ zum Güterzug gesehen).

Das heute bestellt wird und das Zeug spätestens 24/48 h später da zu sein hat, ist die Regel, nicht die Ausnahme. Das kriegst du mit "Kleinmengen" mit der Bahn nicht hin. Die von dir beschriebene Bürokratie und Kommunikationswiderstände tun ihr Übriges. Dann ist auch die Kostenfrage für Güter von A nach B ein Thema.

Man kennt es doch selber: Man geht in einen Fachhandel um ein Produkt seiner Wahl zu kaufen. Das ist natürlich nicht vorrätig und der Händler erzählt einem, das er nur jede Woche/alle zwei Wochen Lieferung bekommt. Da kann die Beratung noch so gut sein, will ich nur dieses Produkt und nichts alternatives ist so eine Wartezeit unendschuldbar und man bestellt lieber gleich im Netz irgendwo mit 24 h Versand. Eines der Hauptgründe wie ich finde, das der Einzelhandel vs. Onlineversand so zu kämpfen hat, weil sie ihre Logistik nicht im Griff haben. Vom meist besseren Onlinepreis mal abgesehen.

Was im kleinen passiert, passiert auch so analog bei Unternehmen. Daher wird die Bahn zeitlich gesehen immer das Nachsehen haben, was in der Natur der Dinge liegt. Da kann man auch noch so viel propagieren, der Güterbahntransport lässt sich sicher steigern, aber eben nicht über ein bestimmtes Maß hinaus.

Gruß,
Björn

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