Re: Aufmagnetisieren vom Ständerblech
Geschrieben von Schorsch am 09. Februar 2010 12:31:12:
Als Antwort auf: Re: Fazit/Overkill geschrieben von Uli S. am 08. Februar 2010 22:23:35:
Servus Uli,
Du schriebst:................................................................................
schon mal was von Trägheitsmoment gehört? Ne flinke Sicherung, die zu knapp dimensioniert ist, fliegt auch bei "lastfreiem" Anlauf, die Schwungmasse des Motors reicht dafür.
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Der E-Motor ist wie ein Trafo, aber mit großen Luftspalt ( die der Rotor zum Ständer ja haben muss).
Deshalb zieht der Motor, auch wenn sein Läufer sogar mit Synchrondrehzahl dreht, einen erhöhten Strom um sich zu aufmagnetisieren.
Eigentlich das selbe wie beim Zuschalten von Trafos....
Beim einschalten eines stehenden Motors addieren sich dann beide Werte.
Das ganze ist auch gar nicht so ot im Forum.
Mein erstes BHKW hatte einen 7,5KW Asy. Motor mit ca. 15A Nennstrom.
Der E-Motor wurde bei Nenndrehzahl auf das Netz geschaltet.
Dabei fiel oft der Motorschutzschalter ( mag. Auslösung 100A?)obwohl der Motor ja keinen "Anlaufstrom" brauchte, da sich die Welle ja schon drehte und beim asy. Motor nicht auf die Winkellage der Phasen geachtet werden muß.
Die Lösung war ein zweiter paralleler Motorschutzschalter mit Widerständen in Reihe der einige Sekunden zuvor eingeschaltet wurde.
Damit wurde der Aufmagnetisierungsstrom begrenzt und sogar die Drehzahl "eingefangen".Schönen Gruß Schorsch
PS.: Es gibt nicht nur Schutzschalter mit A/B/C Carakteristik.
B ist für Leitungsschutz; C für Maschinen mit hohen Anlaufströmen;
Es gibt auf ganz träge D Automaten....die sitzen in unserer Nachbarortschafft anstatt den "Panzersicherungen" im Hausanschlußkasten. Da weiß aber der Schmussi mehr zum Thema...