Re: B 727
Geschrieben von Werner am 30. April 2026 13:34:01:
Als Antwort auf: Re: B 727 geschrieben von laden am 30. April 2026 10:39:19:
Oh,
das weiß ich alles nicht so genau. Ich habe auch erst jetzt gelesen, dass es andere dann auch auf die Art versucht haben. Vielleicht war das ein anderer Fall - keine Ahnung.
Nach hinten aussteigen geht besser, als zur Seite. Dieses Limit gilt oder galt für Absprung durch die normale Tür. Die großen Militärtransporter mit Heckklappe setzen auch Springer nach hinten ab. Die Galaxy C5 kann aber mit gesetzten Klappen dazu auch langsam fliegen, wenn sie nicht gerade bis an die Grenze beladen ist.
Ob es einen nicht geübten Springer beim Ausstieg aus einer B727 zerlegen könnte, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass ein routinierter Fallschirmspringer nicht auf so eine Idee gekommen wäre.
Wie dem auch immer sei, ich bin selbst schon diese Treppe gegangen, als ich in Spanien zu tun hatte und wir dort auf einem sehr kleinen Platz gelandet sind. Der Flughafen Asturias ist nicht nur klein, sondern auch tricky anzufliegen - Abenteuer-Faktor inklusive. Beim ersten Mal dort landen war Abendnebel durch abgekühltes Land und noch warmes Meerwasser. Der Anflug ging über das Land in Richtung Meer. Der Bodennebel war etwa 10 Meter dick, schätze ich. Und so ist der Flieger (B727) dort einfach reingetaucht und mit Schmackes auf die Bahn geknallt, um dann sofort voll abzubremsen. Am Landebahnende hat das Flugzeug gewendet und dabei zeigte der Flügel aufs Meer. Ich fand das prima, meine Kollegen waren nicht so begeistert.
Der Flug von Madrid nach Asturias fand nur ein oder zweimal pro Tag statt. Die paar Leute, die dann aus dem Flugzeug stiegen, verliefen sich schnell und es war wieder ruhig. Ein alter Doppeldecker stand neben der Runway ohne Propeller, jaaa, und unser Gepäck kam nicht ! Das war blöd, aber nachdem alle anderen ihr Gepäck hatten kam eine Durchsage "Seniores de passejeros" oder so ähnlich, "nun das Gepäck für die internationalen" Eine Riesenschiebetür ging auf, dahinter ein Gepäckband, was anfing zu drehen und . . . . vier Gespächstücke. Coooool !
Ich habe diese Flüge genossen und da der Platz keinen Radaranflug hatte damals, mußten die Piloten erst nach VOR fliegen (Drehfunkfeuer), dann bis unterhalb der Wolken tauchen und den Flugplatz suchen. GPS war ja noch nicht.
Mit einem der Piloten konnte ich mal sprechen, das war so ein Typ, wie man sich den spanischen Hochadel vorstellt. Der meinte, diese Manöver gingen mit der B727 besser, als mit kleineren Flugzeugen. Die Piloten haben das Ding generell sehr geliebt.
Tja, schön war die Zeit.
Gruß
Werner