Populationstheorie


[ FMSO.DE - Fahren mit Salatöl (deutsch) ]


Geschrieben von Werner am 25. Januar 2023 09:10:53:

Als Antwort auf: Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung;-) geschrieben von Joachim S am 24. Januar 2023 16:46:19:

Moin,

als junger Bursche war ich zum ersten Mal mit meiner jetzigen Frau Doktor zusammen. Die wollte damals noch Biologie studieren. Wir haben uns nach einem sehr heftigen Jahr getrennt (i.e. ich bin weggelaufen) und aus den Augen verloren.

Aber ich weiß noch von ihrem Bio-Stoff die Populationswellen. Da gibt es also eine bestimmte Spezies, die gerade ein enormes Nahrungsangebot hat und sich deshalb ganz stark vermehrt. Die große Mange dieser einen Spezies hat dann aber bald ihr Nahrungsangebot aufgebraucht und zusätzlich hat eine andere Spezies genau diese Sorte als mehr oder weniger schmackhafte Nahrung entdeckt. Dies führt dann dazu , dass die Population der ersten Spezies drastisch abnimmt, während die zweite es sich gut gehen läßt - aber eben auch nicht auf Dauer.

Das ganze ist regelungstechnisch betrachtet, ein ziemlich komplizierter Vorgang, weil dort eine ganze Menge Parameter beteiligt sind und sich gleich mehrere Spezies gegenseitig fressen.

Zurzeit ist die menschliche Spezies enorm auf dem Vormarsch und vermehrt sich "wie Teufel". Da im Gegensatz zu der Zeit vor 50 Jahren, die Menschen viel gesünder leben, starben auch nicht so viele weg an Krankheit und/oder Unterernährung. Auf unserem Erdball gibt es seit den 90er Jahren mehr übergewichtige Personen, als unterernährte.

Und so wird sich das irgendwann auch einmal totlaufen. Ein Faktor ist schon spürbar: das vierte f.

Nachdem für den größten Teil der Menscheit die drei fs wichtig waren (Fressen, Feiern, F.cken), kommt jetzt fast flächendeckend das vierte f (Fernsehen). Da machts mans dann nicht mehr selber, sondern schaut zu - Kochsendungen, Schlagerparaden und P...filme.

Ob der Regelmechanismus so eingestellt ist, dass die Menschen "friedlich" wegsterben, also nach einem sinnerfüllten Leben mit 80+ die Augen schließen, oder ob es in eine Katastrophe mündet, läßt sich aufgrund der Datenmenge schlecht vorhersagen. Zurzeit verwalten wir unseren Luxus und fragen uns nach dem Sinn. Nicht der Hunger ist es, der uns morgends aufstehen und nach Nahrungs suchen läßt. Die vorhergesagte Freizeit und Möglichkeit, Kultur wachsen zu lassen, wurde nicht genutzt. Ein extrem wichtiger Punkt wurde übersehen. Menschen wollen wichtig sein und wenn sie einfach so alles bekommen, schreien sie nach mehr und wollen gegenüber dem Nachbarn sich abheben können.

Und so laufen scheinbar planlos die Luxusmenschen durch die Welt immer auf der Suche nach neuen Dingen oder Systemen. Der Grund ist ganz einfach, die eigene Bedeutung wird gesucht und leider nur rel. selten gefunden.

Jammern auf hohen Niveau? Nein, auf ganz niedrigem Niveau, auf einem der untersten überhaupt, gleich nach satt werden.

Der große Traum vom Leben im Einklang mit der Natur ist meist eine Suche nach der eigenen Natur, erschwert durch die vielen Reize, die tagtäglich auf uns einstürzen.


Solange es für ein Individuum wichtiger ist, ein dickes Auto zu fahren, als die Umwelt zu schonen, wird es gemacht, ob elektrisch oder mit Benzin oder mit Atomkraft oder sonstwas - das ist egal, Die Technik versteht eh kaum einer, Hauptsache wichtig.

Was Familie angeht, sind wir als Gesellschaft deutlich auf dem Rückmarsch. Die kinderlose Frau Merkel sah im Zuzug arbeitswilliger und unterordnungsbereiter Menschen eine Lösung. So richtig aufgegangen ist dieser Plan nicht, auch wenn es durchaus gute Beispiele gibt.

In jedem Fall endet unser Leben mit dem Tod. Und wenn nichts mehr nachkommt, schrumpft auch die Weltbevölkerung wieder. Wann ? In hundert Jahren ? Ich weiß es nicht, aber ich sehe bereits einen Parameter, der dafür wichtig ist, sich in diese Richtung bewegen - ganz unabhängig von der Klimakatastrophe.

Gruß

Werner

Wie lesenswert findest Du diesen Beitrag?                 Info zur Bewertung




Antworten:


[ FMSO.DE - Fahren mit Salatöl (deutsch) ]